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Der BÖRDELVORGANG stellt eine Kaltverformung dar, welche plastische Eigenschaften des Werkstoffs voraussetzt

 Als Werkzeug für den Verformungsvorgang wird ein zylindrischer Pressstempel verwendet, welcher angewinkelt zum Werkstück rotiert und durch die gleichzeitige Anpressung die durchzuführende Verformung ausführt.
Nachdem allerdings die Messkupplungsgehäuse rationell nur in großen Serien auf Drehautomaten gefertigt werden können, kommt als Werkstoff zwangsläufig Automatenstahl (z.B.: 9 S Mn Pb28) zur Anwendung.

Die Verwendung dieses Werkstoffs ist erforderlich, weil der Schwefel- und Bleigehalt das Material spröde machen. Dadurch wird sichergestellt, dass keine langen Bearbeitungsspäne auftreten, die den automatischen Maschinenablauf behindern können. Es wäre also unmöglich und widersprüchlich zu erwarten, dass derselbe Werkstoff gleichzeitig plastisch genug ist, damit nach der Kaltverformung die Bördelstelle eine ausreichende Festigkeit aufweist um hohen Belastungen standhalten zu können.